Katzenbiographie – Teil 6

11. Februar 2010 Von: Ursula Kategorie: Samtpfoten

Anubis, Isis, Osiris und ich liebten die Katzenspaziergänge über alles. Unsere Menschen mussten nur auf den Feldweg, der hinter unserem Haus durchführte,  hinausgehen und schon kamen wir aus verschiedenen Himmelsrichtungen angerannt. Wir wussten aber auch, dass die Menschen auch mit denen, die sich verschlafen haben, oder aus irgendeinem anderen Grund den ersten Spaziergang verpassten, einen zweiten unternehmen würden. Sie nahmen sich immer sehr viel Zeit für sich und uns Samtpfoten; sie sprachen miteinander und genossen die Natur, während wir um die Wette rannten, oder ein bisschen miteinander rauften. Für Mama und Papa war das immer ein Zeichen:”Alle sind da, alle sind wohlauf! Der Familie geht es gut!”
Oh ja manchmal haben wir Mama’s Nerven arg strapaziert. Einmal war Anubis verschwunden für drei Tage. Eines Morgens hat dann eine Nachbarin angerufen, eine weisse Katze sei bei ihr im Garage und liesse sich nicht raustreiben. Mama schaute sich das an und war sehr, sehr erstaunt Anubis total ausser sich vorzufinden. Sie redete ihm gut zu, fasste ihn aber nicht an, denn das wäre auch für sie zu gefährlich gewesen und hätte nur noch mehr Stress für ihn bedeutet. Endlich, endlich hörte Anubis auf ihre Worte und ging aus dem Garage hinaus und auf sie zu. Sobald er bei Mama war, war er schlagartig ruhig und marschierte neben ihr her nach Hause. Zu Hause futterte er in sich hinein bis er schier platzte.
Mama hat dann bei der Nachbarin nachgefragt wegen eventueller Schäden, Putzarbeiten, etc. Es hiess, es sei alles in Ordnung, er hätte nur das Gestell mit den Dior-Schuhen leer gefegt. Schuhe von Dior? Siamkater hat erlesenen Geschmack! :-)

Wo aber Isis sich während fünf langen Tagen aufgehalten hat, dieses Geheimnis hat sie uns nie verraten. Wir Siamesen sind halt neugierig und gehen überall rein, wo eine Türe offen steht und so kann es vorkommen, dass wir dann eingeschlossen werden. Wenn Nachbarn in den Urlaub verreisten, waren unsere Menschen besonders achtsam – sie kannten unsere Schwächen genau ;-)

Im Sommer war die Sucherei jeweils nicht ganz so einfach, weil vor allem Osiris sich tagelang in den Maisfeldern aufhielt und nur noch zu den Mahlzeiten nach Hause kam. Er liebte die Maisfelder über alles. Im Sommer war es da schön schattig und angenehm kühl.

Herzlichst
euer Sokrates

2 Kommentare zu“ Katzenbiographie – Teil 6 ”

  1. # 1 Michèle schreibt:

    Lieber Sokrates
    Oooohhh, die Mais- und Weizenfelder lieben wir natürlich auch. Was aber noch viel schöner ist, ist das hohe Gras. Darin zu liegen und zu schlafen ist das höchste der Gefühle. Das duftet so herrlich und diese Musik, einfach himmlisch. Also wir freuen uns einfach riesig auf den Frühling. Immer nur diesen Schneeflocken nachjagen finden wir jetzt langsam aber sicher unlustig.
    Köpfchen-Näschen
    Aline, Aisha, Ambra und Anja mit Michèle und Enekoh Wakass

    [Antwort]

  2. # 2 Sokrates schreibt:

    Hallo ihr lieben A-Ladies mit Familie
    Ja die Maisfelder – einserseits habe ich sie sehr gemocht und andererseits haben sie mir Angst eingeflöst – jeden Falls kam ich immer mit Buschelschwanz aus dem Feld gerannt hat mir Mama erzählt. Hier in Frankreich habe ich den Wald, in dem ich sehr gerne spazieren gehe – ich kann ja easy durch den Zaun schlüpfen – nur die Hunde können nicht mehr durch. Sobald ich den Zaun erreicht habe, bin ich in Sicherheit und das ist ganz wichtig für mich, denn ich bin halt ein ängstlicher Kater. Dafür ein ganz lieber – sagt meine Mama ;-)
    Köpfchen-Näschen (finde ich ja soooo toll)
    Sokrates

    [Antwort]

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